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Lesbos – zur aktuellen Lage und dem Flüchtlingscamp

Wir unterhalten uns mit Daniel, der die letzten Wochen in dem Flüchtlingscamp auf Lesbos als Volunteer gearbeitet hat. Er brichtet von seinen Eindrücken und schildert wie die aktuelle Situation vor Ort ist.
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Wir unterhalten uns mit Daniel, der die letzten Wochen in dem Flüchtlingscamp auf Lesbos als Volunteer gearbeitet hat. Er brichtet von seinen Eindrücken und schildert wie die aktuelle Situation vor Ort ist.

NGO – Non-governmental Organization. Nicht-Regierungsorganisation, in der Regel nicht kommerziell.

Lesbos auf der Karte

Transkription

[0:00] Hallo hier ist das magazin arbeit bildung und soziales euer gesellschaftspolitischer magazin bei radio x dem frankfurter lokalradio wir grüßen euch wir sind hier. Im studio und haben heute wieder eine schicke sendung für euch vorbereitet.

[0:17] Ich grüße dich hier ist anni und michael wir wollen uns heute ein bisschen unterhalten und ja super oderja super ne unterhalten wir uns den ganzen tag oder wie, ja natürlich haben wir natürlich auch noch ein bisschen mehr also dass wir uns auch noch mit anderen leuten unterhalten können und zwar wollen wir uns heute ein bisschen unterhalten über die aktuelle situation auf lesbos das ist ja das ist ja einegriechische insel richtig da hast du in der tat richtig gesehen und erkannt dass es eine griechische insel ist und zwar liegt die nämlich im osten von griechenland die kürzeste entfernung zu der türkischen grenze oder zum türkischen festland sind neun kilometer, das heißt das sind diese vielen kleinen inseln die eigentlich näher an.

[1:01] An der türkei sind als also jetzt geographisch er zum land gelände und der türke zugehören zu scheinen aber tatsächlich politischzu griechenland gehören wir haben das mit dem wir uns unterhalten wollen der wird sich da ein bisschen der wird ein bisschen berichten, bevor wir zu diesem gast kommt der jetzt auch schon in der leitung ist und uns wahrscheinlich schon zuhört möchte ich aber gerne trotzdem noch eine eine veranstaltung vorstellen am siebzehnten dritten also nächste woche dienstag im centro in frankfurt stattfindet erzählt das ist ein vortrag und film zur globalen zement produktion und ihren destruktiven folgen für mensch und natur die produktion hat fatale folgen für das klima sie verursacht viele viermal so viel co zwei ausstoß wie der gesamte internationale flugverkehr.

[1:53] Zement werke vertreiben menschen und zerstören fruchtbares land vornehmlich in ländern wo keine hohe umweltstandards gelten, die transnationale soli kampagne safe informiert euch über die klimafolg von zement produktion sowie über land konflikte und widerstand in indonesien gemeinsam wollen wir darüber diskutieren was wir hier gegen die zerstörerische klimafreundliche logik des bau sektor tun können und diese veranstaltung findet nächste woche am siebzehnten dritten um neunzehn uhr im zentrum in der straße alt rödelheim sechs in sechzig vier acht neun frankfurt statt ja und für weitere informationen könnt ihr gerne auf die seite vom zentrum des centro minus f m punkt org zement produktion das heißt der wird ja wir wollten eigentlich hergestellt wissen wir das da wird in der tat abgebaut und dann wird er hierher geliefert also da wird vor allem die leute abgebaut unter widrigen bedingungen auch gerade frauen arbeiten auch in diesem werken
da gibt es auch verschiedene proteste gegen diese widrige bedingungen die die dort haben. Wird dann hierher geschafft und eines der berühmten unternehmen die es in deutschland gibt es ist ja der heidelberger zement das heißt der kommt nicht nur aus heidelberg wie man vielleicht vom namen denken konnte.

[3:12] Da wird hier weiterverarbeitet geräte auf die baustelle auf der anderen seite ist es natürlich eine sache weil wenn du irgendwie wohnen willst also ein dach über dem kopf haben willst ich meine das ganze aus ganz aus holz bauen geht relativ schnell kaputt kannst du kannst aus stein bauen naja und die musste irgendwie verbinden ja und das ist jetzt bei uns wieder zur antike zurückzukommen ich meine die römischen besatzer damals um das mal so zu formulieren die hatten natürlich auch schon technologien und wenn man da noch gebäude aus der römerzeit haben sieht man ja auch das funktioniert auch mit schneiden und mandeln und zement aber ja da ist immer ein bedarf danach nach zement also ist jetzt wissen wie wie wasser und straße und ein bisschen was zu essen oder.

[3:54] Da gehört ein bisschen was dazu ja chemische reaktion und dann wird's hart ja lass uns lass uns vor dann gucken wir genau und zwar möchte ich sozusagen jetzt unseren studiogast vorstellen hier jetzt schon in der leitung ist ja daniel kannst du mich hören der daniel ist noch nicht ganz da vielleicht jetzt da oder so hallo daniel hörst du mich.

[4:18] Jetzt haben wir eine aufgelegt das muss er jetzt einfach nochmal anrufen der daniel ich hoffe das macht er jetzt einfach gleich genau ich stelle einfach nochmal kurz so ein bisschen das thema vor und ich hoffe dass er in der zeit nochmal anruft.

[4:31] So jetzt ist er doch da teil hörst du nicht ja jetzt super jetzt höre ich dich auch über zement reden hören dann habt ihr aufgelegt und jetzt bin ich wieder da ja super das ist super genau schön dass es geklappt hat ja daniel, genau ich stell dich vielleicht auch manchmal selber sich selbst ich stell dich doch mal kurz vor genau daniel ist sozialpädagoge und war in den letzten wochen auf lesbos und hat dort als hund her gearbeitet und so wie ich das richtig verstanden habe du bist gerade in athen und rufst uns gerade aus athen an.

[5:06] Richtig genau ich bin vor eineinhalb wochen hier angekommen, sechs wochen auf lesbos und wollte euch ein bisschen davon teilhaben lassen von erzählen ja das hört sich ja das hört sich spannend an lesbos erzähl mal was wo warst du da und was hast du da gemacht. Ähm also folgendermaßen ich bin ähm am zwanzigsten januar bin ich dort gelandet mit der fähre also angekommen und ähm ich habe da in der gearbeitet die community hinter.

[5:39] Zweitausendfünfzehn also alles so krisen mäßig losging und ähm genau dort habe ich sechs wochen lang gearbeitet. Und jetzt nochmal also genau wir wollen ja so ein bisschen das so ein bisschen aufdröseln wie du das dort empfunden hast was du dort erlebt hast wie du als du dort angekommen bist und natürlich aber auch über die aktuelle situation sprechen die türkei hat ja in den letzten wochen die grenzen geöffnet und hat sie immer noch geöffnet und das hat ja die situation dort auf der insel ja komplett verändert aber bevor wir sozusagen darauf eingehen wie kam es überhaupt dazu dass du dort für die ngo dort gearbeitet hast und auch für welche warst du denn dort aktiv. Ja genau also ich habe ich habe beschlossen dass ich einfach irgendwie gerne was machen will und klar kann man auch irgendwie mit geflüchteten in deutschland arbeiten aber ich habe gedacht irgendwie gerade ein hotspot in europa und. Ich habe gedacht ich kann dort direkt vor vor ort helfen ich hab auch gedacht ich kann mit kindern arbeiten weil sie auch in deutschland für gewöhnlich tue und so kam es zu verhindern und wie bist du, über leute erfahren die auch schon dort gearbeitet haben nennt sich one happy family abkürzt.

[6:59] Hatten diese community hinter errichtet und ich kann euch einfach mal kurz darüber erzählen wie das da so aussieht, ja das wäre natürlich super weil wir haben ja im vorgespräch so ein bisschen drüber gesprochen wurde da gewesen bist aber das ist außenstehende auf jeden fall ziemlich schwer zu verstehen wie dieses camp oder wie diese strukturen dort überhaupt funktionieren.

[7:20] Also mit der linie ist die hauptstadt von von lesbos moria ist das camp um das sich so viel, dreht moria ist ungefähr zwei stunden fußweg von mittellinie entfernt und das community sender indem ich gearbeitet habe das liegt ziemlich genau in der mitte so eine stunde fußweg von moria stunde fußweg vom mittellinie ist eine anlaufstelle für bis zu tausend dreihundert menschen jeden tag die aus moria, rausholen den tag woanders verbringen wollen weil die zustände so schlimm und katastrophal sind dass dass ich da niemanden freiwillig aufhalten will. Genau in diesem community center das tut errichtet und mit der idee etwas mit den menschen zu gestalten von moria und nicht für sie und daraus ist mittlerweile eine große struktur geworden ein großes hauptgebäude in diesem café gibt und kaffee geschenkt wird es gibt einen barbershop was den leuten stahl wichtig war weil sie sagen das letzte stück ehre was wir noch haben ist unser aussehen.Wir brauchen auf jeden fall jemand der interessiert wir wollen irgendwie.Gut auftreten können das ist das letzte was wir können es gibt einen großen garten es gibt einen shop wo die leute einkaufen gehen können es gibt eine kleine bücherei.

[8:33] Ja das alles und sind auch noch andere ngos dort vor ort direkt auf dem gelände werden fahrräder wieder fit gemacht und sozusagen vermietet das für lange zeit weggegeben ähm.Werden wir werden kleine öfen gebaut was die leute brauchen können weil außerhalb von moria gibt es keinen strom und nur ein kleiner teil von den menschen in moria leben überhaupt in einem camp sondern.Ungefähr fünfzehntausend menschen wohnen drumherum und hilft man selten.

[9:03] Und genau um diese zu unterstützen denn der verschiedene von lothar nennt sich die verschiedenedinge gebaut genau es geht von isomatten die aus alten rettungswesten zusammengeklebt werden über kleine öfen wie gesagt und auch lampen aus laptop batterien alte laptop batterien dann verwandelt um,menschen irgendwie wenigstens licht zu geben und danach werde ich nicht haben und vielleicht nochmal ein die situation oder diese gesamtsituation auch mal ein bisschen zu zu schildern wie es dort genau nochmal aussieht also du sagst moria da gibt es diese infrastruktur da gibt es diese schule da gibt es verschiedene werkstätten sozusagen die entschuldigung das ist jetzt durcheinander geraten also ich habe in einem community gearbeitet wo das alles gibt was ich jetzt aufgezählt habe aber das ist auch eine höhere hinzukommen weil die leute erst mal dahin laufen müssen,eine stunde genau und dieses moria ist aber eigentlich das ist das ganze camp schon also das ist das,geflüchteten dorf kann man das so nennen oder ist das ist das schon eine stadt für sich wo dann auch ein teil davon einen geflüchteten dorf ist.

[10:15] Ja ganz genau also man kann es nicht genau sagen wie viele menschen dort jetzt gerade sind ist uns irgendwie zahlen zwischen zwanzig und zweiundzwanzigtausend menschenund moria selbst ist eigentlich nur eine alte militärmanöver tage das ist ein altes militärgelände gewesenwas jetzt aussieht wie ein freiluftgefängnis ist eingezäunt ist.Teilweise mit hohen mauern umgeben und um dieses camp selbst herum gibt es die sogenannten oliver das sind keine wo olivenbäume stehen oder standen und in diesem außenbereich um dieses lager drum rum das ist in den bergen und.Ziemlich wild sind seltene und hütten aufgebaut von den menschen außerhalb von einem leben wesentlich mehr menschen als in dem camp.

[11:00] Und in dem camp selber wie wie ist da die infrastruktur aufgebaut in dem sinnesanitäre anlagen sind dass da die essensversorgung dort funktioniert aber auch wie wie es dort die infrastruktur in dem sinne halt wie die häuser dort aussehen.

[11:20] So schlecht wie man in allen nachrichten hört, teilweise alte kasernengebäude sind container und viel zu wenig sanitäre anlagen also dieses lager es gibt auch irgendwie so unterschiedliche zahlen ist eigentlich für, zweitausendsiebenhundert bis dreitausend menschen ausgelegt gewesen also es ist ein geflüchtetenlager wurde. Ja man kann sich schwer vorstellen jetzt sind innerhalb doppelt so viele menschen und drumherum halt nochmal fünfzehntausend also es ist wie eine wie eine kleine stadt wenn man sich dort. Außerhalb bewegt man kann von einer seite reingucken und alles ist voll mit kleinen zelten aus aus plastikplanen teilweise. Billige camping zelte selbstbezogenheit hütten es gibt kleine läden es gibt auch dort einen kleinen friseur habe ich gesehen und sanitäre anlagen. Drumherum richtig mies sind teilweise selbst geschaufelt löcher und man sich dort bewegt es wird eigentlich alles als toilette benutzt das ist also es gibt es gibt aufgeschnittene plastikflaschen drumrum bundeslager herum ist alles voll mit fäkalien. Wie überall rumliegen die auch nicht nur von kindern genutzt werden sondern auch teilweise von erwachsenen weil weil die situation nachts so gefährlich ist dass sie teilweise das zelt nicht verlassen wollen einfach weil es viel zu viele menschen auf viel zu engen raum zusammengefercht sind. Unter schrecklichen bedingungen.

[12:42] Die essensversorgung wird vom militär gewährleistet in anführungsstrichen morgens gibt's so einen plastikverpacktes kleinen schokocroissant. Zum mittagessen gibt's irgendwas zusammen gekochtes was aber auch kein standard entspricht und die leute also teilweise wird sogar weggeworfen weil ich schon so schlecht ist viele leute kochen für sich selber.

[13:05] Habe einen kleinen feuerstellen auf dem gekocht wird und. Versorgung ist die sache und gibt es einen unterschied zwischen dem leben sozusagen innerhalb der mauern und gibt es einen unterschied zwischen außerhalb der mauern oder ist das ziemlich ähnlich. Der entscheidende unterschied im lager hin und wieder strom gibt außerhalb des lage gibt's gar keinen strom, für die essensversorgung müssen alle in das camp das ist wahnsinnig lange lange ansteht zeiten und auch ich habe keine genauen zahlen aber ich habe sowas gehört wie brot verletzte zweihundert menschen wo irgendwie so ein minimalstandards zwanzig personen für eine toilette. Gesehen wird und die toiletten werden.

[13:48] Andere auch aus dieser wohncontainer sie teilweise einfach kleine zimmer wo fünf leute drin leben und ich habe eine frau gefragt ob sie die.

[13:56] Abschließen können und sagt nee ist alles offen.

[14:00] Sie können das heißt sie können noch nicht mal diese wohncontainer einschließen das heißt jeder kann da auch jederzeit rein.

[14:07] Wie sieht's dann dort sozusagen auch mit der kriminalität dann aus also es wird dann auch viel gestohlen oder viel geklaut. Ich war ziemlich hoch ja also von erzählen irgendwas gibt's viele überfälle und ähm. Messerstechereien es gibt viele verletzte leute auch gesehen weil einfach auch eine eine mensch gemachte. Wie soll ich sagen ähm. Hilflosigkeit irgendwie gemacht wird weil die leute einfach keine keine aussicht auf irgend eine zukunft haben die es einfach super ungewiss wir wissen nicht was passiert wir wissen nicht was passiert dann das nächste mal von der polizei irgendwo aufgegriffen werden. Ja ich würde gerne noch kurz was dazu erzählen also wir sind diesen druck den die haben es ist so dass die wenn die leute ankommen auf lesbos sie werden registriert kriegen die polizei nummer. Kriegen polizeipilot hier erstmal meine drei monate da sind kriegen sie einen ausweis der wird wirklich auch auf der wird auch auf. Einsparen ausweis genannt auf deutsch ich weiß nicht wo das herkommt.

[15:08] Genau und dieser ausweis das ist ein foto drin geburtsdatum. Im namen der eltern die front bei den meisten roter stempel und roter stempel bedeutet sie dürfen die insel nicht verlassen und einiges auch noch einen termin eingetragen der angibt wann sie das erste interview haben an dem geklärt wird ob sie asyl beantragen können oder nicht, dieses datum ist manchmal.

[15:33] Zwei drei acht oder zehn monate in der zukunft also die leute marken dort auf einen termin der irgendwann kommt.

[15:42] Der auch schon am anfang festgesetzt ist und wo findet dieser termin dann statt.

[15:47] Dann es gibt so eine behörde in dem camp wo die auch immer ihren ausweis verlängern ich glaube dass die interviews auch dort stattfinden bin aber gar nicht ganz genau sicher jetzt mache ich grundsätzlich nochmal zu frage dieses camp das ist jetzt schon von den behörden aus organisiert weil wenn du sagst das militär also die armee stellt also macht essensversorgung und es gibt minimalste was weiß ich toiletten wasser strom zwar nicht ausreichen aber irgendwas gibt es schon also das ist jetzt nicht nur pries feld ist das erst mal unter kontrolle der behörden richtig verstehen wir das richtig. Kontrollen allerdings sind die olive cross von denen ich gesprochen habe dass das ganze lager umgibt. Teilen sich n los auf die arbeitsbereiche auf was saubermachen angeht versorgung noch zusätzliche verpflegung damit. Damit sie ein bisschen mehr haben als nichts.

[16:44] Ich würde ja ein bisschen interessieren oder andersrum das ist ja immer eine herausforderung mit so vielen menschen die plötzlich da sind und nichts ist vorbereitet. Gibt es denn da auch eine koordination kooperation weil die hosen übernehmen da vielleicht dinge. Die behörden nicht übernehmen können oder wollen oder aus irgendwelchen gründen nicht tun. Passierte irgendwas miteinander oder ist das eher so ein nebeneinander und na ja man kennt sich aber eigentlich macht er jeder seinen traum irgendwie wissen wie muss ich mir das denn vorstellen.

[17:18] Ja es ist schwierig also so wie du es gerade gesagt hast so ich glaube das letzte frist zu was die behörden nicht machen wollen oder nicht. Was ihr eigentlich machen müssen aber nicht tun über springen ein es gibt zum beispiel eine im norden der insel wo wir an die gesagt hat nur neun kilometer zum zum türkischen festland ist dort gibt es ein die die held ausschau nach booten die trotz kontrollen in die richtung von lesbos schaffen und die machen sozusagen den ersten kontakt. Manchmal läuft es mit polizei oder danach sowieso polizeilich registriert werden.

[17:53] Genau es läuft so halb nebeneinander aber es ist ein riesen bären anteil den ngos gerade sondern arbeit stemmen oder gestemmt haben ich werde noch darauf eingehen will was jetzt anfang des monats passiert ist was wäre denn aus deiner sicht so ein bisschen die herausforderung ist das jetzt eher eine die frage der ressourcen der lisa technischen oder finanziellen also brauchen sie mehr spenden das sind in der regel spenden oder ist es eher eine frage des personals der leute die was machen sie sind da mehr freiwillige hilfreich wo klemmt's denn da am besten aus seiner sicht.

[18:31] Ja also tatsächlich ich glaube es werden wirklich immer leute gebraucht und eigentlich schlimm dass es leute auf freiwilliger basis machen müssen um die leute zu unterstützen und denen irgendwie ein bisschen unter die arme zu greifen ich habe heute hier in der themen im ganzen lkw der ostdeutschen gekommen ist an klamotten spenden ausgeräumt geholfen mit aufzuräumen. Es ist wahnsinnig viel zeug was hier ankommen das ist auch wahnsinnig viel was gespendet wird und ich möchte mich jetzt nicht gegen spenden aussprechen aber die verteilung ist ja auch ein riesenproblem also ich glaube es wäre in manchen fan sinnvoller dass leute, jetzt hierher kämen um dir zu arbeiten als ihr einen schrank auszuräumen und die sachen hier zu schicken tatsächlich.

[19:13] Ja gut er hat natürlich jeder ein bisschen unterschiedliches unterschiedlichen level unterschiedliches maß was er leisten kann. Für viele ist es leider einfacher zu sagen ok jetzt schicke ich da mal ein paar hosen pullis runter, als sich selber auf den weg zu machen das ist ja auch für dich wenn du sagst du willst wort ein enormer aufwand oder du musst die zeit einplanen und da ist es mit einer woche nicht getan oder zwei oder vier wochen. Wie muss ich mir das vorstellen wie die zeit aufwendig ist das denn ja absolut also die meisten los nehmen. Ab drei wochen leute überhaupt erst auf damit man auch so ein bisschen die strukturen reinkommt in die arbeitsweisen ein bisschen versteht was los ist und ähm genau ich bin hergekommen mit mit einem offenen ende ich wollte erstmal ich habe mir gesagt ich gucke mir das vier wochen habe ich zugesichert ich gucke mir das an ich gucke was das mit mir macht ich gucke wie sinnvoll die arbeit für mich ist ob sie das gut anfühlt und kann dann theoretisch verlängern das habe ich nach und nach gemacht weil weil ich mich an einem guten ort in einem guten ort sinnvoll an dem ort gefühlt hab weil ich viel mit leuten in kontakt zu dem community hinter haben wir auch mit zusammengearbeitet wie moria gelebt haben und es war war schön zu sehen hinter jeder hinter jedem gesicht und so so krasse geschichten und mit den leuten zu sehen wie stark die sind wie wie viel sie durchgemacht haben. Was was die so alles mitbringen.

[20:38] Ja ich habe mich dort wohlgefühlt und hat mich sinnvoll gefühlt ok was waren denn die sachen die du bis jetzt zu hauptsächlich gemacht hast also wenn ich das höre du hast mit personen kannst du direkt in kontakt, du hast jetzt nicht nur im hintergrund irgendwas organisiert sondern war es sozusagen an vorderster linie und hat sich da auch mit personen auseinandergesetzt was hast du denn da so gemacht wie sieht denn da so'n tagesablauf aus. Beim community center wir haben wir haben hier für diesen für die s gearbeitet und das kann man sich einen arbeitsbereich jeden tag aussuchen es gibt verschiedene verschiedene aufgaben ich habe mich auch speziell für entschieden weil sie auch im kinderbereich haben genau das ist halt auch ein bisschen schwierig mit.

[21:27] Da ist wenig kenntnisse habe und weniger arabisch das gar keine sich mit handeln füßen zu verständigen aber es ging gut, glaube ich kinderbetreuung gemacht habt tee ausgegeben die bank gemacht weil es gibt ein eigenes währung system bei so dass die leute sich ein bisschen freier dafür entscheiden können was sie denn machen wollen an dem tag wie sie die zeit verbringen wollen und damit kann man zum beispiel im internetcafé ausgeben für einen friseurbesuch wie gesagt für tee. Für eine fahrradreparatur also so dass die leute so ein bisschen eigenständiger sein können ich war in diesem community center und wie gesagt da kommen, jeden tag wahnsinnig viele leute und man kommt dann am kontakt über gespräche das dann so teilweise auf englisch läuft und ist aber auch einige leute interessiert an deutschunterricht weil sie gern nach deutschland kommen würden. Wir haben auch vom tablet wo man ein bisschen einfach malen zeichnen.

[22:27] Verschiedene angebote wahrnehmen kann und auch eine langwierige lounge wo man zusammensitzt und einfach ein bisschen zusammen sprachen übt und so kommt man natürlich schnell und. Gut in kontakt und vor allem bei einem noch ungefähr siebzig bis achtzig graffitis auch dort arbeiten also die sind eigentlich die. Hauptverantwortlichen weil wir als potenziert das internationale orientierst nur eine gewisse zeit dort sind an die leute die im leben natürlich viel viel länger mit denen zusammenzuarbeiten habe ich auch total gut angefühlt man hat intensivere beziehungen gehabt hat sich über deren leben informiert was denn so passiert ist.

[23:05] Ja ich würde gerne noch weiter darüber sprechen über deine eindrücke die die du so im camp sozusagen dort erlebt hast aber was mich jetzt noch brennend interessiert so ein bisschen da werde ich jetzt nochmal einen schritt zurückgehen was war so dein erster eindruck als da hin gekommen bist du hast ja so ein bisschen die situation geschildert wie dort das camp gewesen ist, oder wie wie dort die infrastruktur aussieht wie dort die hütten gebaut sind und aber was war so dein erster eindruck als sie dort angekommen bist und hast die menschen dort gesehen was hast du da erlebt.

[23:44] Mit dem ankommen ist so ein bisschen so eine sache weil ich bin angekommen natürlich in mittellinie in der hauptstadt und tatsächlich war ich in moria selber nur ein tag da immer wieder mal vorbeigefahren ich habe dort aber nicht direkt in moritz im camp, gearbeitet sondern dem community center und. Da ich dann schon eine eine großen erfahrungsschatz zumindest mit den leuten hatte so wie ich mit den leuten umgegangen bin ich habe viele leute gekannt und ich bin dann. Wann war das die letzte februar woche bin ich nach moria mit einer anderen die sich dort um einen bereich olive kümmert und wir haben. Becken schals und snacks verteilt die wurden vorher in plastiktüten verpackt und wir waren sozusagen wie dieses dann verteilt haben. Und das erste was man mit zwecken voll beladen richtung des camps gelaufen olivenhain hoch und. Die ganzen olivenbäume sind schon teilweise abgesägt und weil die leute heute feuer brauchen und wie gesagt alles liegt voll müll und voll fäkalien. Der ganze weg sehr hoch geführt hat und dann fangen wir die ersten campingplätze an die ersten kleinen hüten das sind mehr so verschläge das ist eine kleine holzkonstruktion mit plastikplanen verkleidet.

[25:00] Und das sind dann manchmal werde ich schwer einzuschätzen vielleicht drei quadratmeter pro hütte wo eine ganze familie dran lebt. Wir sind da durchgelaufen haben diese säcke geschleppt und haben schon so aufgezeigt eine kleine team und haben dann von von zelt gegangen und jedes zelt in diesem bereich für den zuständig waren hat dann diese diese. Becken erhalten das ist auch. Mit von dort sie haben uns geholfen gelaufen und ein paar kinder die dann angerannt kam uns helfen wollten und, wir wurden total positiv aufgenommen aber es ist halt krass zu sehen wie dich die menschen da zusammenleben in welchem in welchem trick die zusammenleben.

[25:42] Ja wie es wie es dort aussieht und es ist eine insel lesbos und es ist ziemlich windig auch obwohl die sonne geschienen hat ganz schön kalt auf diesem berg drauf. Ich kann mir nicht vorstellen wie wie es ist in so einem verhau mit wenig decken die nächte zu verbringen die im januar noch richtig kalt waren. Es regnet auch sehr viel abschüssig also es ist total zermatscht.

[26:11] Also ich kann mir ich kann mir nicht vorstellen wie es dann wirklich bei richtig schlechtem wetter aussieht was da läuft in die zelte mit rein und es ist einfach kein. Es kann kein leben das ist so ein hausen ne die leute wo wir das beste draus zu machen was geht. Kannst du nochmal kurz sagen wie viel grad das ungefähr da war um sich das mal irgendwie vorzustellen weil wenn ich jetzt griechenland denke dann. Das typische klischees irgendwie urlaub oder so der sandstrand oder sowas gibt's ja auch viele inseln wo ja viele touristen im sommer irgendwie hinfahren wie viel grad war es dann ungefähr.

[26:45] Am anfang die erste zeit wie gesagt januar angekommen da war es richtig kalt und auch auch nachtrag ich hatte eine wohnung auch in der wohnung war es richtig kalt ich kann keine kratzer nein sagen also wirklich aber ich also nachts war es ein bisschen über dem gefrierpunkt und tagsüber vielleicht so zehn grad. Das ist natürlich in den letzten wochen immer ein bisschen wärmer wurde und wir sind hier trägt sich aber es war jetzt nicht so ein sommerurlaub feeling dort.

[27:16] Trotz trotzdem kalt und dann kam noch der wind dazu sozusagen das heftige auf jeden fall weil es auch so in den bergen drin liegt. Ich war tagsüber da und es hat richtig drüber gefunden geweht und manche diese diese billigen. Camping zelten so diese ganzen ganz. Einfachen die man bekennt sondern auch teilweise noch mit mit planen über verkleidet zur zerrissenen planen einfach um nochmal so ein bisschen regenschutz zu kriegen aber es waren auch ganz schöne. Ganz schön schlimmer regenfälle. Was ich auch ziemlich krass fand im vorgespräch irgendwie waren dass du erzählt hast so dass gerade in diesen außenbezirke wurde diese decken da verteilt hast das die kinder dort im dreck spielen also wirklich sozusagen in der eigenen scheiße sozusagen auch keine wirklichen spielsachen dort vor ort haben.

[28:12] Meine eigenen scheiße ja das ist tatsächlich so und. Das ist einfach wirklich alles zugemüllt und ich weiß jetzt nicht weil viele jetzt seit anfang märz nicht mehr arbeiten können. Ihre leute von der insel geholt haben weil die situation so angespannt aggressiv und teilweise richtig gefährlich für uns es war. Weiß nicht wie viel zu gemüse das jetzt ist weil eigentlich machen die zwei bis dreimal die woche im durchgang wo sie mit mitteln müllsäcke reingehen um noch irgendwie. Das schlimmste zu verhindern dass nicht alles total zugemüllt ist da gibt's so kleine bachläufe die sind voll mit plastikflaschen und wirklich die anderen müll. Für die kinder ist es mega schlimm deswegen habe ich jetzt auch im nachhinein so das gefühl wie wichtig so ein dieses communitys sind dafür viele leute war weil da gab's. Wie so einen kleinen kindergarten im raum wo die wo die kinder so für sich sein konnten und einfach spielen konnten der spielplatz wurde natürlich super angenommen einfach.

[29:10] Das schlimmste ist für die kinder und es sind wahnsinnig viele kinder da ich glaube die zahl ist fünfunddreißig prozent sondern bewohner sind kinder es wäre eigentlich etwas was mich vorhin schon mal ein bisschen interessiert hätte wenn du sagst viele kinder natürlich wenn du dich jetzt in dem bereich engagierst siehst du die natürlich direkt wie muss ich mir das denn vorstellen die leute die dort vor ort sind. Wie ist denn da so die altersverkürzung teilung sind es mehr junge leute mehr alte leute kinder jugendliche männer frauen familien einzelne was ist denn da so dein eindruck wie sie wissen da die mischung wissen das zusammengesetzt.

[29:50] Ob die statistik nicht ganz im kopf aber ich bin fünfunddreißig prozent der kinder ist natürlich schon mal ecken irgend eine hohe zahl also in viele familien kleinen familien sind aber auch viele die alleine unterwegs sind und neben moria was der hotspot ist gibt es auch noch zwei andere camps auf lesbos karatepe wir wohnen tausendfünfhundert menschen das sind. Ausschließlich familien die so ein bisschen. Aufgesucht worden als angreifbarer und wie dann die möglichkeit haben den containern zu wohnen und in einem anderen camp da habe ich keine genaue zahl geführter sind ich würde sagen es sind mehr junge leute aber es gibt auch. Auch auch ältere leute meistens familien und aber auch viele.

[30:39] Minderjährige geflüchtete alleine sind also jugendliche im prinzip die die irgendwie unterwegs sind und du hast vorhin gesprochen arabisch quasi also. Meine frage wäre jetzt auch ein bisschen das würde mich auch nochmal interessieren was woher kommt denn die leute die dort ankommen und. Was ist denn dein eindruck wie ist denn da die verteilung ist es eher aus einer bestimmten gegend oder. Sind das leute aus ganz verschiedenen ländern ist der arabische raum oder afrikanischer raum stärke oder jetzt eher. Oder nicht nach osten aber weiter weg also sozusagen dann richtung. Richtung osten noch sind das mehr die gebiete wo die leute herkommen was ist denn da so dein eindruck.

[31:27] Nicht nur den eindruck da hab ich tatsächlich zahlen das sind ungefähr siebzig prozent der menschen die auf lesbos ankommen sind aus afghanistan tatsächlich aus damals war es ein bisschen weiter im süden liegt ungefähr die gleiche prozentzahl an menschen aus syrien, und ich weiß nicht woran das konkret liegt das ist vielleicht auch das weiß ich nicht schleuser oder. Die gleichen routen nehmen oder leute die dann schon wissen okay da sind viele leute aus afghanistan da kann man irgendwie hinkommen man weiß dann schon bescheid wie das funktionieren kann.

[31:59] Ja es sind kleinere prozent des menschen aus afrika auch und. Andere aus syrien auch aber da habe ich keine genauen prozentzahlen was krass um zu sehen okay siebzig prozent sind wir hier aus afghanistan. Die immer noch von dort fliehen die auch dorthin abgeschoben werden können wieder und ich habe sogar bei online-community center. Mann getroffen denn auch so ein bisschen deutsch sprechen konnte der wohl drei jahre in deutschland gelebt hat. Abgeschoben wurde und jetzt mit seiner familie wieder gelandet ist das wäre ein bisschen jetzt auch nochmal eine andere. Ein anderes interesse gewesen wie funktioniert das denn jetzt wirklich mit der kommunikation du hast davon gesprochen manche können englisch oder wie du jetzt sagst mann ich will auch deutsch sprechen wie wie funktioniert das denn oder andersrum.

[32:51] Geh mal nach überweise davon aus dass deine kenntnisse deine sprachkenntnisse da überschaubar sind und sich jetzt vielleicht in ein paar wochen ein paar ganz einfache ausdrücken lernen können aber eigentlich. Das ist ja auch ein bisschen selektiv ist also wer jetzt die landessprache kennt griechisch englisch sonst wie. Der ist weit vorne und wer die nicht kann der ist eigentlich auch ein bisschen bisschen allein gelassen oder wie funktioniert denn das soweit der kommunikation. Das ist glaube ich ganz richtig das ist schon schwierig auf jeden fall.

[33:24] Natürlich bin ich mehr in kontakt mit leuten mit denen ich die dann auch auf englisch kommunizieren kann und sind trotzdem einige und ähm, muss ich sagen es gibt auf unserem gelände gab bis bis zum samstag in der schule auch die griechische unterricht englisch unterricht mathe und musik.

[33:46] Es gibt auch verschiedene angebote wo refugees selber sprach sprachunterricht geben und die schule wurde.

[33:56] Ist abgebrannt am samstagabend steht noch nicht fest was die brandursache war aber es waren jetzt auch in den letzten wochen sind, neonazis aus verschiedenen ländern europas hier angereist um die außengrenzen zu verteidigen und ja am samstagabend dass ich hier schon erzählen war er hat uns die nachricht erreicht und ein video wie die schule in flammen steht. Das hat jetzt nichts damit zu tun wie es mit der kommunikation aber nur nochmal kurz auch darauf aufmerksam zu machen wie die situation jetzt gerade da ist ja genau also das wollte ich nämlich schon irgendwie bevor fast wieder die zeit ist also wir haben noch fünfundzwanzig minuten aber wer eigentlich noch noch ein lied spielen wollen aber ich glaube das müssen wir abbrechen mit dem lied es ist einfach viel zu spannend was du einfach von dort berichtest genau und bevor wir jetzt auch zu dieser schule noch mal drauf eingehen und wie die aktuelle situation ist würde ich trotzdem nochmal kurz erfahren wie wird man wohl nicht her und wie kann man sich dort sozusagen einbringen dass man oder auch sich informieren das ist super einfach es gibt, viele n die händeringend leute suchen und ich hab's einfach über einen tatsächlich über einen online-formular ich kann sie vorher von erzählung von bekannten und freunde freundinnen die hier schon waren.

[35:17] Ich habe einfach sozusagen eine kleine bewerbung geschrieben sie wollen dann auch einen auf deutsch, polizei führungszeugnis ähm genau und dann bewirbt man sich schreibt den was man gerne machen würde was man so für vorstellungen hat wie lange man bleiben kann man kriegt dann eine antwort zurück ob sie das gerade. Wir brauchen benötigen und weil man anfangen kann da gibt es, verschiedene ich weiß nicht wie wir es machen können ich würde euch auch gerne ein paar internetadresse vielleicht kann ich die euch zukommen lassen dass sie nochmal irgendwo online stellt das kannst du gerne machen ja wir können das dann auf unserer internetseite dann verlinken aber du kannst dir trotzdem schon einfach benennen wenn du schon welche im kopf hast.

[35:57] Genau für dich jetzt gearbeitet habe das war jetzt minus lesbos punkt org. Genau es gibt noch andere es gibt lothar vorgestellt das ist ein frankreich lothar habe ich jetzt keine anteil darüber yoga in sport refugees days. Focus ist dann jetzt die ngos die bei uns auf dem gelände gearbeitet haben. Aber es gibt auch noch einige mehr also ich kann euch da gerne noch mal irgendwie eine liste genau ja ja gerne genau also auch nochmal kurz ist doch gerade super einfach was zum arbeiten zu finden also das war spontan dass ich jetzt. Hier war und dann war für mich gemeldet habe sich diesen lkw heute mit aufbauen kann und die leute sind super dankbar weil die einfach leute brauchen hände brauchen also gerne werden die zeiten einrichten kann weil wir runterkommen.

[36:52] Ein bisschen mit anpacken ja. Ja genau also vielleicht auch nochmal für die zuhörer da draußen also wir unterhalten uns gerade hier mit daniel der hier in den letzten wochen auf lesbos war und dort als voluntär gearbeitet hat und jetzt sozusagen von dort berichtet was die aktuelle situation angeht beziehungsweise was er so erlebt hat dort vor ort die sendung kann dann auch nach gehört werden auf abs magazin punkt de und auch an der video-mediathek von radio x kann dann diese sendung im verlaufe des nachmittags nachgeführt werden dass hier nochmal für unsere zuhörer wir wollen uns mal so ein bisschen darüber sprechen was sozusagen die aktuelle situation ist jetzt hat vor circa zwei wochen glaube ich ist es her die türkische der türkische staat die grenzen geöffnet und somit hat sich dann auch die situation auf lesbos komplett verändert wie hast du das erlebt was waren so deine eindrücke.

[37:49] Also die grenzöffnung ich glaube ich war am am neunundzwanzigsten februar und ähm. Ich wusste erst mal nicht was das konkret für uns bedeutet bis dann und. Ich muss sagen ich bin direkt an danach schon mit der serie rübergefahren einerseits wurde ich so eine kurze auszeit haben meine freundin mit sie aufs festland begleiten, wir hatten die fähre schon gebucht aber an dem tag hat sie gefahren bin sonntag erster märz. Kam dann nachrichten rein so über verschiedene kanäle dass boote mit geflüchteten gerade landen was eigentlich nur in den frühen morgenstunden passiert weil die. In der türkei normalerweise nachts starten und morgens anzukommen. Und dann kam über den tag derzeit überall auf der insel boote an es gab dann schlimme nachrichten dass ich. Leute leute die auf lesbos leben an den stränden versammelt haben es gab ein ein video von von einer kleinen hafenanlage in einer kleinen ortschaft wo die die leute nicht ans land gelassen haben. Es gab berichtet dass rechte.

[39:00] Gruppen mit booten unterwegs sind auf dem wasser und geflüchtete aufm wasser angreifen davon auch ein video gesehen ist erschreckend und auch die küstenwache ähm, hat probiert die leute dann wieder zurückzutreiben was dann so aussieht dass die mit ihren schnellen booten an diesem kleinen booten vorbeifahren wahnsinnig schnell damit es bällen gibt und die leute sind schützen das raus und, am todesangst.

[39:27] Und ähm dann kam ja es kam überall schiffe an ich bin an dem abend bin ich auf die fähre dann probiert's relativ früh da hinzukommen weil nicht klar war ob ob weitere proteste in der stadt sind die jetzt auch schon mehrere male stattgefunden haben es kam zu straßenblockaden von leuten die auf lesbos leben es wurde moria teilweise abgeriegelt von menschen die auf lesbos leben die einfach eigentlich nicht die lage nicht mehr aushalten können. Es gab angriffe auf geflüchtete es gab angriffe auf volunteers von, auf der mietwagen auch ein krasses video wie so einen mob ich weiß nicht. Mit stangen steinen auf den wagen einschlagen wo leute drin saßen die ich auch kenne ähm es gab mehrere angriffe auf also mietwagen waren so ein ziel.

[40:22] Und deswegen haben dann. Aufgrund dessen haben die meisten ngos ihren volunteers ans herz gelegt die insel zu verlassen und das ist dann sozusagen ein tag nachdem ich dort weg bin passiert. Richtig schlimmes gefühl zu wissen wo wir sind noch weniger struktur da die leute werden noch weniger unterstützt und das zentrum war da schon eine woche zu.

[40:47] Ja also ich hatte enorme auswirkungen auf die insel komplett. Bevor du jetzt nochmal drauf ansprichst wie deine rückreise war und ich kann mir das vorstellen dass das ziemlich schlimm war würde ich dann nochmal gerne darauf eingehen was der hintergrund oder warum die leute dort die auf lesbos leben warum die so agieren also was was ist deren beweggrund kannst du das einschätzen.

[41:12] Also springt noch mal zurück wie ich angekommen bin habe ich mit einem pärchen von lesbos wie auch auf der fähre gerade waren gesprochen wir haben gesagt ey die leute mit die linie sind sauer die haben die schnauze voll von ngos. Es hat mich schon gewundert warum die meisten so ja die manche leute geben den ngos die schuld dass die situation so ist wie sie ist, auf lesbos moria weil wir weil ich nicht weil es vorgeworfen wird dass dass es halt.
Weiter unterstützt wird dass die menschen dort sind unterstützt werden aber natürlich ist es irgendwie. Wir haben die menschen auch gar keine möglichkeit dort wegzukommen so das war das ankommen und dann kam mir eine nachricht gekriegt dass überall in der stadt plakate verteilt aufgehängt wurden, nicht nur in der ganzen stadt auf der ganzen insel da waren so die umrisse von saman cheers und lesbos zu sehen und drumrum überfüllte geflüchtete boote mit geflüchteten und dazu draufstand auf griechisch gibt und unser leben und unsere inseln zurück. Das war ein aufruf zu einer demonstration die haben am zwanzigsten januar stattgefunden hat das war so ich habe zwei tage gearbeitet dann wurde alles geschlossen weil auch einen generalstreik aufgerufen wurde und wahrscheinlich einer der größten demos die irgendwie lesbos gesehen hat mit achttausend menschen teilweise wurde da irgendwie auch gegen die zustände in moria demonstriert aber die meisten haben einfach.

[42:35] Wir sind wütend teilweise auf die regierung das für das nicht handeln das so schlimme zustände überhaupt erst.

[42:44] Dort vor ort sind aber wir sind einfach jetzt schon wahnsinnig lange wahnsinnig viele leute in marion auf lesbos und die die leute können teilweise nicht mehr ertragen. Ich glaube ich glaube da muss man ein bisschen einordnen ne also das ist nicht das problem dass die dort die leute stranden sondern das ist im endeffekt ein grund strukturelles problem wo die leute herkommen man muss vielleicht auch so ein bisschen daraus sehen ich glaube niemand von diesen geflüchteten menschen möchte eigentlich von zuhause abhauen eigentlich fühlt man sich am schlechtesten will eigentlich in lesbos sein das ist einfach total von der regierung gemacht dass sie die leute auch nicht von der insel lassen so die letzte regierung die wesentlich linker war hat zumindest die leute auch weitergeschickt eigentlich soll moria ein durchgangslager sein wo leute ein paar wochen oder einen monat sich aufhalten und dann weiter verteilt zu werden genau und.
Letzten september waren in dem camp noch zehntausend menschen und haben damals schon die leute die dort gearbeitet gesagt das ist eine situation die es nicht mehr tragbar es geht nicht so es kann so nicht weiter gearbeitet werden und heute sind gestartet ist innerhalb von einem halben jahr passiert und deswegen ist es einfach. Eine gemachte situation das ist einfach das provoziert ja.

[44:06] Also ich finde es aber trotzdem irgendwie sehr verrückt dass das also das da sozusagen die schuld sozusagen den geflüchteten menschen dort irgendwie dort den gegeben wird obwohl es eigentlich ein strukturelles problem ist eigentlich ist es ja ein problem des staates und des nicht handelns. Es ist halt leichter irgendwie jemanden auf der insel direkt anzugreifen als die regierung und ja da muss ich auch sagen weil ich habe auch mittlerweile eine freundin von lesbos kommt und die sagt.

[44:39] Das ist eigentlich das ist nicht das was die was die leute aus mittellinie ausmacht wir haben jahrelang jetzt die leute unterstützt die dort ankommen sind die haben die aus dem wasser geholt die haben die haben die boote einkommen lassen wir haben.

[44:51] Sie waren einfach für die leute da weil sie auch gesehen haben in welchem elend die leute dort ankommen und da war nicht solidarisch und das hat sie auch in den letzten jahren.

[44:59] In den letzten fünf jahren so stück für stück gewandelt weil die leute gedacht haben okay das ist jetzt eine situation wir helfen wir sind da für die leute aber es wird halt nicht besser sondern seit.

[45:08] Seit fünf jahren wesentlich schlimmer aber auch schon vorher sind geflüchtete immer wieder auf lesbos angekommen einfach durch diese nähe zur türkei.

[45:17] Und haben das haben das dann rechte strukturen haben das dann für sich genutzt sozusagen das thema also haben die dann sozusagen das dann so aufgegriffen und haben das für sich sozusagen angeeignet und deswegen ist jetzt diese stimmungsmache da.

[45:30] So fühlt sich das an ich habe nicht den komplett übersicht aber es war für mich schon so ein bisschen. Es fühlt sich schon so sehr nach afd-mann hier an so ein bisschen bürgerlich so gibt uns unsere gibt uns unsere insel unsere leben zurück aber halt super einfach aufzugreifen gegen die geflüchteten gegen gegen menschen die dort ankommen. Du hast jetzt ja wir wissen nicht viel genaues aber man kann viele gründe haben du hast jetzt berichtet dass du. Jetzt zurückgekommen bist und das unter anderem mit der dramatischen veränderung der situation durch, viele neu ankommende flüchtlinge ausgelöst wurde beziehungsweise hast er formuliert die ngos haben gesagt hier das das geht nicht mehr unsere leute sind da die den konsens was passieren das können wir nicht mehr machen habe ich das richtig verstanden.

[46:18] Dass es richtig ans herz und das ist jetzt auch die arbeit an vielen stellen eingestellt also wir sind noch da sind auch noch leute da die irgendwie dort arbeiten wollen die sie auch nicht vertreiben lassen wollen dass frauen und sich nicht einschüchtern lassen wollen weil einfach weil es auch nicht absehbar ist was was in moria passiert also die zustände sich einfach noch krasser sehr schlecht anwender. Strukturen sind nochmal ein bisschen vielleicht auch deine persönliche sichtweise zu kommen. Es hat sich also für dich ergeben dass du eher ein bisschen unfreiwillig jetzt auch deine aktivitäten. Einschränken abbrechen musste ist wenn das jetzt nicht so dramatisch verändert hatte hätte mit der grenzöffnung aus der türkei wie, hm wie hättest du denn wie wärst du denn weiter vorgegangen du warst jetzt eine zeit lang vor ort gewesen was war denn dein energielevel hättest du noch wer so noch länger dort geblieben oder hättest du dir auch schon überlegt ey mann das belastet mich so stark ich schaffe das vielleicht noch eins zwei drei vier wochen aber dann ist auch hier sense wie belastend ist das denn wie muss ich mir das denn vorstellen wieviel energie, hast du denn da wirklich persönlich reinstecken müssen und.

[47:39] Befürchtet es kann auch passieren dass dann manche freiwilligen helfer volunteers auch irgendwann sagen hier das halte ich nicht mehr aus ich muss ich muss wieder weg wie wie schätzen sie das so an wie geht's denn hinaus zwischenzeitlich wahnsinnig schwierig wo ich habe auch. Gemerkt dass ich auch so ein grenzen kommen einfach auch durch diese. Verzweiflung die die menschen mit sich tragen weil einfach nichts klar ist was mir geholfen hat ich habe irgendwie schnell ganz gute, bekanntschaften gemacht auch von den volunteers meine freundin war mit mit auf zu ende zusammen dorthin gekommen ähm konnte man so auch gegenseitig unterstützen mir war es total wichtig irgendwie, was von meinem vierten leuten die irgendwie in deutschland sind zu hören mich mit denen auszutauschen mit mit leuten zu schreiben.

[48:28] Ich war jetzt aber soweit also mir ging's gut so ich habe auch sehr probiert auf mich zu achten viel zeit für mich zu nehmen auch einfach mal abzuschalten und nicht einfach nur die ganze zeit irgendwie arbeit drin zu stecken. Genau nicht wäre jetzt eigentlich hatte ich vor diese woche wieder dort auf lesbos zu sein und mit der mit der ich dann auch in den oliver gearbeitet habe refugees ähm hätte ich jetzt. Am liebsten weitergemacht weil die arbeit hat sich gut angefühlt, ich will einfach nochmal ein bisschen was anderes gewesen direkt in moria vor ort zu arbeiten ähm ja also ich hätte ich hätte mir jetzt eigentlich gedacht so ich gebe mir nochmal vier wochen man guckt dann wieder wie es mir denn geht aber es ist es ist anstrengend und das ist auch ganz schön. Natürlich geht mir natürlich auch ganz schön nah die menschen da zu sehen ich kann von dort einfach wieder wegfahren und die menschen hängen da teilweise seit zwei bis drei jahren.

[49:25] Und sie wissen nicht was und wann was passiert weil zum beispiel habe ich leute kennengelernt die hat mir interviewtermin jetzt im ende februar. Den wurde einfach termin der termin jetzt auf oktober verschoben dieses nochmal acht monate dort aus gründen die wir gar nicht kennen oder die irgendwie funktionieren ich meine es ist ja schon nachvollziehbar dass du ich sage mal als mitteleuropäer so schätze ich das jetzt mal ein vermute ich mal dass du natürlich eine relativ entspannte situation hast dass du sagst dass wenn es hier anstrengend ist und selbst wenn es zwei monate anstrengend. Kann ich im prinzip absehbar oder zu jedem zeitpunkt sagen hier ich war wieder nach hause das ist natürlich eine ganz andere situation von sicherheit und doppelten boden und sicherheitsnetz als wenn du dort bist. Völlig unklar der zukunft hast zwar etwas erreichen möchtest aber nur. Widrigkeiten vor dir siehst oder bürokratie schlechte versorgung katastrophale hygienischen zustände und und und aber auch. Kein weg mehr zurück für dich siehst ja weil das ist ja schon ein unterschied oder ist das nicht doch ein bisschen ist das nicht doch sehr belastend also ich stelle mir das sehr schwierig vor. Es ist definitiv ich habe mir auch zwei tage zwischendurch einzelne tage mal frei genommen weil ich einfach nicht dort dort sein wollte ähm es war vor allem auch noch ein erlebnis wo mir so ein neunzehnjähriger.

[50:53] Junger mann saßen zusammen am tisch und der war sowieso schon ein bisschen weiß ich nicht so ein bisschen ziellos die letzten tage unterwegs wollte eigentlich auch gerade auf einem deutschkurs gemacht und habe dann erzählt dass er die ganze zeit zum druck auf der brust hat dass er sein bein nicht still halten kann und ich komme garantiert stress reduziert zu einer mega stressigen situation es gewalt um dich herum du weißt nicht was deine zukunft bringt und am ende hat er mich gefragt ob es nicht besser sein wenn er sich umbringt es sind wahnsinnig viele leute mit depressionen die einfach keine perspektive haben oder einfach auch nicht wissen weil der staat auch so willkürlich agiert. Was denn bei diesem interview rauskommt das ist einfach also interviews hat sich nicht an ich habe jetzt ein interview mit euch also das ist eine befragung die von behörden gemacht wird vom polizeibehörden mit übersetzerin wo es vielleicht auch fehler gibt und die probieren, schnell das mal das ist eher das ziel ist die leute nicht. Asyl gewähren zu lassen und gründe herauszufinden warum man das denn nicht macht das ist nicht so ein bequemes interview wie wir jetzt machen sondern da geht es unter umständen um ganz viel also um die persönliche zukunft eine person oder deren familie, kniffligen situationen wo du eben beschrieben hast.

[52:06] Passiert ja nicht manchmal auch dass man selber als volunteer einfach merkt okay hier ist jetzt sehe ich was vor mir das sehr wahrscheinlich. Meine kompetenzen meine fähigkeiten meine möglichkeiten bei weitem übersteigt bei dem beispiel hast du jetzt eine vermutung gehabt und da wäre ja professionelle. Medizinische hilfe notwendig wenn diese aber gar nicht zur verfügung steht du letzten endes allein gelassen bist. Wieso hast du dich da auch schon mal in situation gesehen hast du gesagt hast hier ist eigentlich jemand der bräuchte wirklich etwas konkretes an hilfe aber ich kann das gar nicht leisten.

[52:43] Leider ganz ganz wenig psychologische begleitung überhaupt. Ich glaube ich bin dann zu einer frau gegangen weil ich es wird auch immer wieder von von unserer angeboten dass wir mit den leuten sprechen können die schon lange da sind wenn du irgendwelche probleme haben ich bin dann auch zu einer frau von von der klinik also auf unserem gelände halt schweinsteiger ist zu sagen es gibt auch eine klinik wo aber auch volunteers arbeiten krankenpflegerinnen oder ärztin für eine gewisse zeit und habe dort eine gefragt wie meint ja sind halt sechzig siebzig prozent von den leuten die irgendwie unter irgendwelchen störungen oder psychosen posttraumatischen erlebnisse, leiden und und sie hat gesagt ja schick ihn doch dann einfach mal bitte in die klinik sag ihm wir können hier helfen wir machen auch mit dem einfach nochmal einen termin aus oder irgendwie von tag zu tag gucken wie es ihnen geht und kann ein bisschen was anbieten.

[53:38] Ja was muss ja also was mich jetzt eigentlich nochmal interessiert und deswegen. Ist ja sozusagen auch das interview was sozusagen die aktuelle situation dort vor ort angeht also du bist jetzt in athen muss es dort von der insel gehen und hast diese katastrophale situation auf der insel geherrscht hat verlassen müssen die ganze infrastruktur die er durch die aufrechter gehalten worden ist ist ja dort wahrscheinlich nochmal zusammengebrochen als sie vorher schon eigentlich zusammengebrochen ist wenn man das so in dieser deutlichkeit muss man ja wahrscheinlich so sagen wie hast du die stimmung dort vor ort erlebt vor allem aber auch wie was hat das für politische konsequenzen.

[54:26] Also ich bin jetzt noch mit in kontakt mit einigen leuten die noch auf der insel sind, die situation ist wohl so die wahrscheinlich auch mitgekriegt kriechen land will kein asyl gewehrt für die leute die jetzt nach dem ersten märz ankommen was an sich schon überhaupt nicht möglich ist aber sie machen und daraufhin wurde ein riesen mediterran schiff in den hafen von mittellinie gestellt und auf diesem schiff sind jetzt fünfhundert menschen, seit anfang märz drauf sind werden auch vom militär mit essen versorgt. Gesagt wie schlecht es ist ähm und die sitzen dort und es wird gesagt sie sind nie wieder auf griechischen gebiet noch auf türkischen gebiet sie haben keine rechte journalisten dürfen mal aufs boot dürfen aber nicht mit den menschen reden vor ort, und im norden habe ich auch gehört gebraucht eine kirche wo fünfzig leute untergekommen sind die aber auch nicht wissen wie es weitergeht also wir haben keinen ingwer das recht auf,
auf dieser bitten von asyl abgesprochen und mich da jetzt einfach dran dass irgendwie, europa keine ahnung ich hab wenig hoffnung aber eigentlich wäre es dran was zu machen druck auch aus griechenland zu machen aber.

[55:38] Ja erdogan hat gerade irgendwie. So ein druckmittel in der hand also ich glaube dass die eu nichts ändern wird und ich habe irgendwie neulich mal gehört dass vielleicht tausend bis tausendfünfhundert kinder aus moria auf europa verteilt werden sollen was zahlen sind. Tropfen auf den heißen stein sind jetzt immer wieder wenn ich irgendwen vom europäischen parlament oder deutsche politikerinnen irgendwie sprechen von menschenrechten diese ausgesetzt es geht gerade nicht darum irgendwie menschen zu helfen zu retten sondern es ist einfach.

[56:12] Schlimm was den leuten jetzt gerade dort passiert und das wird jetzt so oft spielball genannt aber es ist einfach. Die menschen leiden gerade richtig auch auf der land grenze die situation irgendwie bilder davon aber es kann man sich auch nicht vorstellen die leute schlafen dort auf dem auf dem feld weil wir sie wieder zurück nach nach vorne können es wird daran auch die grenzen aufzumachen die leute reinzulassen und zu gucken die asylverfahren normal laufen zu lassen die antworten sind mehr frontex mehr militär mehr geld dafür. Aber nicht um irgendwelche leute aufzunehmen sondern nur um sie abzuhalten einfach. Das fand ich auch ziemlich krass ich glaube es war vor einer woche oder so vor anderthalb wo irgendwie von der leyen die euro- gemeint hat dass sie gesagt hat dass sie erstmal den grenzschützer n bedankt hat und dann daraufhin gesagt hat dass sie frontex mehr mittel zur verfügung stellen möchte um halt die grenzen besser zu schützen.

[57:12] Also ich finde gerade erschreckend was was daraus wird aus diesem projekt europa eu also. Ich sehe gerade irgendwie so ein wendepunkt wo sich irgendwie von der menschlichkeit verabschiedet wird rechte denke irgendwie vorherrscht und es ist gerade irgendwie. So eine große mehrheit getragen das habe ich das gefühl in griechenland sagen einer hohen prozentsatz das ist richtig die grenze so zuzumachen und so zu verteidigen wie das gerade passiert das sind auch zivilisten mit mit ihren fahrzeugen und mit traktoren unterwegs um die geflüchteten aus dem land aufzugreifen ja wir sind ja eigentlich schon fast durch mit unserer sendung ich würde ja eigentlich noch mindestens zehn tausend fragen stellen zu klein zu wissen was dir dort sozusagen wieder widerfahren ist aber vielleicht können wir das nochmal anders mal sozusagen fortsetzen und du kannst uns nochmal ein bisschen mehr davon berichten wie du deine zeit auch danach und auch in athen wie die situation jetzt in der tennis vielen dank daniel dass du uns das interview geben könntest ja dankeschön das war sehr aufschlussreich.

[58:15] Vielen dank für die einladung ja sehr gerne. Ja das war das magazin aber bildung und soziales euer gesellschaftspolitischer magazin hier bei radio extrem flanke frankfurter lokalradio wir freuen uns dass wir euch wieder als gäste hattet dass ihr dabei wart das war super und es gibt immer zu hören mittwoch sechzehn uhr hier. Und hier geht es weiter mit mental maps steht schon in den startlöchern vielen vielen dank fürs zuhören hier ist der michael und der andi am mikrofon bis dann tschau.